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Monika Krohwinkel

"Fördernde Prozesspflege nach Krohwinkel" (AEDL)
Das Pflegemodell nach Krohwinkel wurde für die Einrichtungen des Frankfurter Verbandes e.V. mit Implementierung der EDV-gestützten Pflegedokumentation verbindlich eingeführt.

Die Wahl fiel auf das Pflegemodell von Monika Krohwinkel, da sich das Modell in wesentlichen Punkten auf die Bedürfnisse und insbesondere die Fähigkeiten des jeweiligen Pflegebedürftigen konzentriert.

Die wesentlichen Aspekte in der fördernden Prozesspflege nach Krohwinkel sind die besondere Akzentuierung der Ressourcen (Fähigkeiten) des Pflegebedürftigen, die umfassendere Darstellung von Tätigkeiten (wie z.B. sich pflegen können, statt sich waschen) und der besondere Stellenwert der biografischen Arbeit.

Im Besonderen fordert Monika Krohwinkel Pflegepersonal mit dem dreizehnten Bereichs des Pflegemodells heraus, sich mit den existentiellen Erfahrungen des Einzelnen zu beschäftigen, um an Hand der gewonnenen Informationen über die persönliche Vergangenheit des Pflegebedürftigen aktuelle Krisen(-situationen) zu erfassen und möglicherweise Angebote zur Kompensation dieser Krisen zur Verfügung zu stellen.
Ebenso ist davon auszugehen, dass "die Existenz fördernde Erfahrungen" im Rahmen der Möglichkeiten der jeweiligen Einrichtung als auch des betreffenden Menschen erfasst und individuell reflektiert werden sollen. Bei Bedarf und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel werden zusätzlich zu der regulären Versorgung durch die Einrichtung unter Mitwirkung des zu Pflegenden weitere Angebote zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus hat Monika Krohwinkel mit der Definition von "direkter und indirekter Pflege" die althergebrachten Begriffe der "Grund- und Behandlungspflege" überarbeitet, sie gibt somit den "indirekten Pflegetätigkeiten" einen anderen Stellenwert und hilft, Verantwortlichkeiten in Abgrenzung zu anderen Berufs- und Personengruppen eindeutig zu definieren.

"Die direkte Pflege" umfasst alle Tätigkeiten, die an den Pflegebedürftigen direkt ausgeführt werden und im eigenen Verantwortungsbereich der Pflege liegen.

"Die indirekte Pflege" beinhaltet die Aktivitäten von Pflegekräften, die entweder nicht direkt an den Pflegebedürftigen ausgeführt werden, oder nicht in den eigenen Verantwortungsbereich der Pflege gehören.

Zu den Aktivitäten, die nicht direkt an den Pflegebedürftigen ausgeführt werden, gehören Dienstplangestaltung, Medikamentenverwaltung, Wäscheversorgung, Besprechungen, Dokumentationen, Fort- und Weiterbildung und vieles andere mehr.

"Mitwirkung bei ärztlicher Diagnostik und Therapie" ersetzt den ehemaligen Begriff "Behandlungspflege" und soll im Besonderen kennzeichnen, dass Tätigkeiten, wie z.B. Medikamentenverwaltung, Injektionen, Wundversorgung, etc. in Abhängigkeit zum Verantwortungsbereich des jeweils behandelnden Arztes stehen.

Die AEDL werden erstmalig im Rahmen der Informationssammlung von pflegerischen und biografischen Daten angewandt.Sie stehen zueinander in Beziehung und befinden sich häufig in gegenseitiger Abhängigkeit. Beispielsweise ist die Aktivität "sich bewegen können" Voraussetzung für andere Aktivitäten dieses Pflegemodells (z.B. "Essen und Trinken können" oder "sich kleiden können"). Diese Struktur wird ebenfalls im Rahmen der Pflegeplanung von den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen angewandt.
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