Unser Pflegemodell

Anwendung findet bei uns das Modell der "Aktivitäten, sozialen Beziehungen und existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens", den ABEDL, nach Monika Krohwinkel und das Psychobiographische Pflegemodell nach Professor Erwin Böhm.

 

 

"Fördernde Prozesspflege nach Krohwinkel" (ABEDL)

 

Im Julie-Roger-Haus arbeiten wir nach dem Pflegemodell von Monika Krohwinkel, das sich an den "Aktivitäten, sozialen Beziehungen und existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens", den ABEDL, orientiert.

 

Diese ABEDL stehen für Aktivitäten, die man durchführt, um den Alltag selbständig zu bewältigen. Mit ihrer Hilfe wird der individuelle Pflegebedarf eines Menschen ermittelt und durch regelmäßige Überprüfung aktualisiert. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf alle noch vorhandenen und erhaltenen Fähigkeiten und Ressourcen des Bewohners/der Bewohnerin gelegt.

 

Unser Ziel ist es, Menschen, die bei uns leben, individuell und bedürfnisorientiert zu unterstützen und zu fördern. Damit soll ihre größtmögliche Selbstständigkeit erhalten bleiben.

 

Deshalb arbeiten bei uns die Berufsgruppen Pflege und Soziales Leben besonders eng zusammen. Dieses Erfolgskonzept wollen wir auch in Zukunft weiterführen.

 

 

Prof. Erwin Böhm - Ausgezeichnete Demenzbetreuung

 

Im Jahr 2011 erhielt der Wohnbereich 2 für die Leistung in der Betreuung von Menschen mit Demenz eine international anerkannte Auszeichnung des Europäischen Netzwerkes für psychobiografische Pflegeforschung (ENPP) nach Prof. Erwin Böhm. Diese Auszeichnung würdigt die beispielhafte Arbeit des Hauses für ein vertieftes Pflegeverständnis durch die intensive Auseinandersetzung mit der Biographie der Betroffenen. Die Lebensqualität wird dadurch gesteigert. Ihre ganz persönlichen, individuellen und liebgewordenen Gewohnheiten brauchen die uns anvertrauten Bewohner nicht aufgeben – ganz im Gegenteil: Ihr Leben geht weiter. Wir legen großen Wert darauf, dass die Bewohner in unserer Einrichtung auch weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen können und arbeiten deshalb täglich nach dem Motto von Erwin Böhm "Bevor die Beine bewegt werden, muss die die Seele bewegt werden". Der "Lebensraum" im Julie-Roger-Haus soll für alle Bewohner "das neue Zuhause" sein.

Julie-Roger-Haus

Zuhause ist ein Gefühl.

Stationäre Pflege

Die stationäre Pflege richtet sich an Menschen, die von ihren Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst zu Hause nicht mehr gepflegt und betreut werden können und ggf. Tages- und Nachtpflege nicht mehr ausreichend ist.

 

Die Kosten übernehmen teilweise die Pflegekassen in unterschiedlicher Höhe je nach der Stufe der Pflegebedürftigkeit. Es handelt sich bei den Beträgen um Höchstbeträge. Entstehen höhere Kosten, muss der Pflegebedürftige diese selbst bezahlen oder Sozialhilfe in Anspruch nehmen (SGB XII § 61)

 

Wir bieten schwer- und schwerstpflegebedürftigen Menschen ein Zuhause, mit dem Ziel, dass sie sich schnellst möglich "Daheim" fühlen können. Neben den professionellen und individuell abgestimmten Pflegeverrichtungen legen wir besonders großen Wert darauf, dass sie sich bei uns wohlfühlen. Die Aufgabe unserer Pflegekräfte ist es, die Bewohner unseres Hauses gemäß ihres Gesundheitszustandes und ihrer persönlichen Bedürfnisse zu pflegen und zu betreuen. Der Erhalt und die Förderung körperlicher und geistiger Fähigkeiten sind dabei ebenso wichtig wie die emotionale, empathische Begleitung.

 

Die Pflege und Betreuung orientiert sich an der Ganzheitlichkeit des Menschen. Wir achten darauf, dass die Würde der zum Teil hochbetagten Menschen bewahrt bleibt und sie möglichst viele Verrichtungen selbstständig erledigen können. Die Ziele der Pflege werden soweit möglich mit dem Bewohner und dessen Angehörigen zusammen festgelegt, der Tagesrhythmus wird selbstverständlich weitgehend von ihnen mitbestimmt.

 

Unsere interne Begegnungsstätte (Café Restaurant "Harmonie") bietet täglich die Möglichkeit an Veranstaltungen teilzunehmen. Wir freuen uns immer, wenn Angehörige, Freunde und Bekannte einen engen Kontakt zu ihrer Mutter, dem Vater, der Freundin, der Nachbarin etc. halten. Besuche können durchgängig stattfinden. Sie erhalten auf Anfrage eine Schlüsselkarte, mit der Sie jederzeit Zutritt zum Haus haben. Gerne können Sie auch gemeinsam mit Ihren Lieben die Mahlzeiten in unserem Restaurant einnehmen.

 

Neben den weitgefassten Essenszeiten entscheiden Sie, ganz wie zu Hause, wann und wo Sie Ihre Mahlzeiten einnehmen möchten.

Tagespflege

Unsere Ziele

 

  • Soziale Kontakte erhalten und fördern
  • Körperliche und geistige Ressourcen erhalten und fördern
  • Pflegende Angehörige beraten, entlasten und unterstützen
  • Den Verbleib in der eigenen häuslichen Umgebung möglichst lange erhalten

 

Die Tagespflegeeinrichtung des Julie-Roger-Hauses bietet Menschen, die noch zu Hause wohnen, die Möglichkeit den Tag in unserer Einrichtung zu verbringen. In hellen Räumen finden in gemütlicher Atmosphäre geselliges Miteinander und Betreuung statt. Die zum Haus gehörenden Gartenanlagen laden im Sommer dazu ein, den Tag an der frischen Luft zu verbringen. Unter Anleitung von Fachpersonal können Sie an unserem vielfältigen Beschäftigungsprogramm teilnehmen. Der Anschluss an die interne Begegnungsstätte des Julie-Roger-Hauses ermöglicht zudem den Besuch der dortigen Veranstaltungen inkl. Frühstücksbuffet und Mittagstisch mit vier Menüs zur Auswahl.

 

Unsere Angebote stehen allen Gästen zur Verfügung und lassen dazu Raum für individuelle Wünsche und Bedürfnisse. Pflegerische und aktivierende Maßnahmen sind selbstverständlich.

 

 

Unsere Angebote

 

  • Wir holen Sie ab und bringen Sie wieder nach Hause
  • Drei Mahlzeiten (auch Diätkost)
  • Tagesstrukturierende Beschäftigung unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und krankheitsbedingter Probleme
  • Teilnahme an ärztlichen Verordnungen wie Krankengymnastik, Bewegungsbäder, Massagen, Fango, Ergotherapie und Logopädie
  • Musik- und Maltherapie
  • Bewegungs- und Entspannungsübungen
  • Friseur und medizinische Fußpflege
  • Kegelbahn
  • Kostenloser Probetag

 

 

Öffnungszeiten

 

Unsere Öffnungszeiten sind von 08:00 - 16:00 Uhr (Montag bis Freitag)

Zur Zeit bietet unsere Einrichtung 28 Gästen Platz.

 

 

Kosten und Finanzierung

 

Leistungen der teilstationären Pflege (Tagespflege) können mit den Pflegekassen verrechnet werden. Bei Fragen können Sie sich vertrauensvoll an unsere Mitarbeiter wenden.

 

 

Kontakt

 

Kerstin Mieke

Telefon: 069 299807-250

Fax: 069 299807-270

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Möchten Sie auch mal wieder Urlaub machen, sich erholen?

 

Die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege dienen dazu, pflegende Angehörige zeitweise von den pflegerischen Aufgaben zu entlasten. Der pflegebedürftige Mensch wird vorübergehend in einer vollstationären Einrichtung versorgt und betreut. Damit Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

 

 

Kurzzeitpflege (Quelle: § 42 SGBXI)

 

Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung.

 

Dies gilt:

  • für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des
  • Pflegebedürftigen oder
  • in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder
  • teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

 

Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege bis zu dem Gesamtbetrag von 1.470 Euro ab 1. Juli 2008, 1.510 Euro ab 1. Januar 2010 und 1.550 Euro ab 1. Januar 2012 im Kalenderjahr.

 

 

Verhinderungspflege (Quelle: § 39 SGB XI )

 

Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr, (...). Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekassen können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1.470 Euro ab 1. Juli 2008, auf bis zu 1.510 Euro ab 1. Januar 2010 und auf bis zu 1.550 Euro ab 1. Januar 2012 belaufen,(...).

 

Wenn Sie zu den Themen Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Frau Luther oder Frau Metzler, unseren Mitarbeiterinnen in der Verwaltung.

Kontakt / Datenschutz / Impressum

Diese Internetseite nutzt Cookies, um die Inhalte stets für Sie zu optimieren. Wenn Sie diese Seite nutzen, stimmen Sie deren Verwendung zu. Mehr Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. OK